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Von
Marsah Matruh nach Siwa sind es 310 km. Mehrmals täglich fahren
Busse dorthin; ich kann nur sagen, das ist ein Erlebnis! Unverheiratete
Frauen und Männer getrennt, mit allerlei Federvieh! Die (lokalen)
Busse sind nicht klimatisiert; ein buntes Treiben, "Gerüche"
- was will man mehr!
Die Oase Siwa ist ein
kleines Paradies inmitten der Wüste, zwischen einer Felswüste im
Westen, einer Sandwüste im Osten und der Kattarasenke im Nordosten.
Der tiefste Punkt der etwa 1000 qkm großen Oase liegt 20 m unter
dem Meeresspiegel. Die einem Paradies ähnelnde Gegend besteht aus
einem größeren (Siwa) und mehreren kleinen Orten und verfügt über
reichlich sprudelnde Quellen, deren überschüssiges Wasser sich in
tiefblauen Seen sammelt. Das Wasser ist jedoch salzhaltig, so dass
die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens nur begrenzt möglich
ist. Weite Haine von Palmen und Olivenbäumen bilden die Lebensgrundlage
der etwa 12000 Oasenbewohner, die ihre begehrten Sorten von Datteln
und Oliven ins Ausland exportieren.
Auf einem Felsen über
den Ort Aghurmi liegen die Ruinen der im Altertum so berühmten Orakelstätte
des Zeus - Amun. Hier ließ sich Alexander der Große 331 v. Chr.
als Sohn des Gottes bestätigen.
Die Bewohner der Oase
sind Berber, vermischt mit Beduinen und sudanesischen Sklaven. Durch
die bis zum Bau der Straße isolierte Lage haben sich die eigene
Sprache und Gebräuche erhalten
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