Oberägypten

Oberägypten ist das beiderseits des Nil liegende Gebiet, beginnend von Assuan bis nach Luxor. Wie der Rest dieses faszinierenden Landes ist Oberägypten mit dem Erbe der Hochkultur, Kulturschätzen, Natur- und Bauwundern reichlich bedacht.

Geschichte Oberägyptens

Die Sahara war vor 25 000 Jahren ein lebendiges Paradies, mit Pflanzen und Tieren bevölkert und von Nomadenstämmen durchzogen. Vor 10 000 Jahren ging die Eiszeit zu Ende und die zunehmende Wärme machte die blühende Landschaft zur Wüste. Der Nil wurde zur Lebensader für die Nomadenstämme. Vor etwa 5 500 Jahren wurden die Nomaden sesshaft. Sie betrieben Viehzucht und Ackerbau. Die ersten Dörfer mit eigenen Königen entstanden und entwickelten eigenständige Kulturen.

Einzelne Stämme schlossen sich zusammen und vergrößerten die Königreiche. Vor etwa 5 000 Jahren hatten sich schließlich zwei riesige Königreiche gebildet: Oberägypten und Unterägypten. Oberägyptens oberster Gott war Seth. Symbolisiert wurde das Königreich durch die Göttin Nechbet sowie die weiße Krone, die durch einen Geier geschmückt wurde. Ein weiteres Symbol für Oberägypten ist die Lotuspflanze. Nach vielen Kämpfen schlossen sich beide Königreiche zusammen und ihre Kronen wurden zur Doppelkrone vereinigt

Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in Oberägypten

Assuan-Staudamm

Assuan am Nasser See ist die südlichste Stadt Ägyptens und bekannt für ihren monumentalen Staudamm. Auf einer Länge von 550 Kilometern wird der See gestaut, und zwar bis in den Sudan. Für seinen Bau wurden Dörfer und historische Tempel überflutet. 150 000 Menschen mussten umgesiedelt werden.

Abu Simbel

Ursprünglich in Assuan gelegen, wurde der Felsentempel für den Bau des Staudamms in 120 000 Teile getrennt und 240 Kilometer landeinwärts wieder aufgebaut. Besucher, die am 21. Oktober oder 21. Februar den Tempel frühmorgens bewundern, können in den Morgenstunden sehen, wie die aufgehende Sonne die Götterbilder aufleuchten lässt.

Weitere Tempelanlagen

Unterhalb des Staudamms befand sich die Insel Philae, die überflutet wurde. Die unersetzlichen Baudenkmäler wurden auf die höher gelegene Nachbarinsel Agilkia umgesetzt. 40 Kilometer nördlich von Assuan liegt der Doppeltempel von Kon Ombo, auf dessen beide Flügeln zwei verschiedene Gottheiten dargestellt sind – eine Besonderheit in Ägypten, die auf die griechische Herrschaft zur Bauzeit zurückzuführen ist.

Luxor und das Tal der Könige

Im Tal der Könige liegen die Gräber der Pharaonen, vor allem des Neuen Reichs (etwa 1550 bis 1609 vor Christus). Es befindet sich im westlichen Teil des antiken Theben, das eine einzige riesige Totenstadt mit Felsengräbern und Tempeln ist. Auch das Tal der Königinnen ist hier zu finden.

Fazit

Oberägypten bietet so viele wunderbare Eindrücke, Farben, Düfte, Erlebnisse, große und kleine Wunder, dass die Reise dorthin zum unvergesslichen Erlebnis wird!