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Politische Beziehungen © Auswärtiges Amt

Die deutsch-afghanischen Beziehungen haben eine lange und positive Geschichte. Deutschland bietet fast 90.000 Menschen afghanischer Abstammung eine zweite Heimat - mehr als jedes andere Land Europas.
Die deutsche Botschaft in Kabul war seit 1989 nicht mehr operativ tätig. Sie wurde Anfang Dezember 2001 zunächst als "Deutsches Verbindungsbüro" wiedereröffnet. Der seit dem 9. Januar 2002 offiziell akkreditierte deutsche Botschafter hat als erster ausländischer Missionschef der Übergangsadministration sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Er unterhält enge Kontakte zur Regierung und betreut Projekte der deutschen humanitären Hilfe und des Wiederaufbaus.
Auf der Basis des Bundestagsbeschlusses vom 24.10.03 verstärkt Deutschland sein Engagement in Afghanistan und richtet im Herbst 2003 zwei Außenstellen der Botschaft Kabul in Kundus und Herat ein. In der Region Kundus richtet Deutschland des Weiteren ein regionales Wiederaufbauteam (PRT) mit einer militärischen Komponente der Bundeswehr unter dem Mandat der internationalen Schutztruppe ISAF ein - eine so genannte ISAF-Insel. ... » mehr

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Diplomatische Beziehungen in den Jahren 1989 bis 2001 © Auswärtiges Amt

Die diplomatischen Beziehungen zu Afghanistan haben auch zwischen 1989 und 2001 fortbestanden. Sie wurden jedoch nicht gegenüber dem Taliban-Regime, sondern gegenüber der Regierung des "Islamischen Staates von Afghanistan" (Nordallianz) wahrgenommen, die auch bei den Vereinten Nationen das Land repräsentierte. Die seit dem 22.12.2001 im Amt befindliche Übergangsregierung wird in Berlin seit Ende August 2002 wieder durch einen Botschafter vertreten. ... » mehr

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Bemühungen der Bundesregierung die Beendigung des Bürgerkriegs © Auswärtiges Amt

Deutschland war auch während des afghanischen Bürgerkriegs mit allen Konfliktparteien im Gespräch. Die Bundesregierung hat die Bemühungen der Vereinten Nationen zur Lösung des Konflikts nachhaltig unterstützt. Seit 1994 leistete Deutschland einen wesentlichen Beitrag zur Formulierung der jährlich von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten Resolutionen zur politischen und humanitären Situation in Afghanistan. Die VN-Mission in Afghanistan UNSMA wurde von Juli 1996 bis Ende 1997 von einem Angehörigen des Auswärtigen Amts, Dr. Holl, als "Special Representative of the Secretary General" geleitet. Die VN-Resolution 55/243, die die Zerstörung von Kulturgütern durch das Taliban-Regime verurteilte, wurde von Deutschland initiiert und mit großer Mehrheit durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. ... » mehr

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Internationale Afghanistan Konferenz auf dem Petersberg © Auswärtiges Amt

Nach dem Fall des Taliban-Regimes fand auf dem Petersberg bei Königswinter auf Einladung der Bundesregierung vom 27.11. bis 05.12.2001 die Afghanistan-Konferenz "UN Talks on Afghanistan" statt. Die Verhandlungen führten am 5. Dezember 2001 zu einer Einigung über die künftige Regierungsbildung im Lande und zur Benennung der Mitglieder der Interimsadministration. Parallel tagte eine Konferenz in Bad Honnef bei Bonn, die die Vorstellungen der afghanischen Zivilgesellschaft über die politische Zukunft Afghanistans zu formulieren suchte. ... » mehr

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Entsendung deutscher Streitkräfte nach Afghanistan
© Auswärtiges Amt

Am 22. Dezember 2001 stimmte der Deutsche Bundestag der Entsendung deutscher Streitkräfte zur Umsetzung der Resolution 1386 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen mit großer Mehrheit zu. Es wurde eine Internationale Friedenstruppe ISAF in die Region Kabul entsandt. Deutschland hatte zusammen mit den Niederlanden die Führung von ISAF III von Februar bis August 2003 inne .
Mit der VN-Sicherheitsratsresolution 1510 vom 13. Oktober 2003 wurde das Mandat für ISAF um weitere zwölf Monate verlängert und gleichzeitig geografisch erweitert.
Auf Vorschlag der Bundesregierung hat der Bundestag am 24. Oktober 2003 daraufhin beschlossen, dass die afghanische Regierung bei der Umsetzung der Bonner Vereinbarung zusätzlich durch ein verstärktes ziviles und militärisches Engagement in der Region Kundus im Nordosten Afghanistans unterstützt werden soll. Bis zu 450 Bundeswehrsoldaten können dorthin entsandt werden. Insgesamt sind für den Einsatz in Afghanistan somit bis zu 2250 Soldaten vorgesehen. ... » mehr

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Deutsches Engagement für humanitäre Hilfe und Wiederaufbau © Auswärtiges Amt

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Afghanistan war mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen im Jahr 1979 eingestellt worden. Seitdem hatte sich Deutschland auf die Leistung humanitärer Hilfe beschränkt. Nach dem Fall des Taliban-Regimes steht nun der Wiederaufbau des Landes im Mittelpunkt. Bundesaußenminister Fischer nannte als Schwerpunkt der deutschen Wiederaufbaubemühungen die Wiederherstellung von Bildungseinrichtungen, Verwaltungsinfrastruktur, die Einbeziehung von Frauen und Mädchen in den Aufbau der afghanischen Zivilgesellschaft und Aufbau und Beratung von politischen Institutionen. Auf der Tokioter Geberkonferenz, die im Januar 2002 stattfand, hat die Bundesregierung Wiederaufbauhilfe in Höhe von 340 Mio. EUR für die nächsten vier Jahre für Afghanistan zugesagt. Im Jahr 2002 wurden statt den zugesagten 80 Mio. EUR Wiederaufbauhilfen in Höhe von 142 Mio. EUR geleistet. ... » mehr

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Führungsrolle Deutschlands beim Wiederaufbau der afghanischen Polizei © Auswärtiges Amt

Deutschland hat auf Wunsch der afghanischen Übergangsregierung und der Vereinten Nationen die Führungsrolle beim Wiederaufbau der nationalen Polizei in Afghanistan übernommen. Neben der Vermittlung und Koordinierung finanzieller Ressourcen von internationalen Partnern beinhaltet die deutsche Arbeit sowohl die organisatorische Beratung des afghanischen Innenministeriums beim Erstellen einer neuen Polizeistruktur wie auch die Unterstützung und Durchführung konkreter Projekte vor Ort. Das eigens dafür eingerichtete deutsche Projektbüro in Kabul befasst sich vor allem mit der Rekrutierung, Ausbildung, und Ausrüstung afghanischer Polizeibeamter, mit der Renovierung und dem Neubau entsprechender Gebäude sowie der Koordinierung der internationalen Beteiligung an diesen Aufbaumaßnahmen. So konnte die durch das Technische Hilfswerk neu errichtete Polizeiakademie in Kabul im August 2002 den Ausbildungsbetrieb für 1500 Polizeianwärter wieder aufnehmen und im Mai 2003 bereits die ersten Absolventen verabschieden. Fortschritte sind auch beim Aufbau einer Drogenbekämpfungseinheit, der Kriminalpolizei, des polizeilichen Gesundheitssystems sowie der Verkehrspolizei in Kabul zu verzeichnen. Um das negative Bild der Polizei in der afghanischen Bevölkerung zu verbessern und ein professionelles Verhalten der neuen Polizeikräfte sicherzustellen, nimmt die Vermittlung von Grund- und Menschenrechten im Ausbildungsprozess einen besonderen Stellenwert ein. An der Akademie werden auch Frauen für den Polizeidienst ausgebildet.
Die schrittweise Umsetzung dieser Pläne wird, in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Inneren, vom Auswärtigen Amt koordiniert und mit einem finanziellem Beitrag von ca. 33 Mio. EUR in den Haushaltsjahren 2002 und 2003 unterstützt. Für das Jahr 2003 steht die Konsolidierung der Arbeit in den wieder aufgebauten Zentralinstitutionen in Kabul, ihre kommunikative Vernetzung, und der weitere Ausbau des polizeilichen Aus- und Fortbildungssystems im Mittelpunkt des deutschen Engagements. Eine der dringendsten Aufgaben ist dabei der Aufbau einer künftigen Grenzpolizei sowie die schrittweise Ausdehnung des Wiederaufbauprogramms in die 32 afghanischen Provinzen. Zum Jahreswechsel werden deutsche Polizeiberater auch in den neuen Außenstellen der Botschaft Kabul, in Kundus und Herat zur Unterstützung des Wiederaufbaus der afghanischen Polizei eingesetzt. ... » mehr

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Kulturelle Beziehungen © Auswärtiges Amt

Der Neuanfang in den Kulturbeziehungen kann auf ein gewachsenes Netz von engagierten Deutschen und Afghanen zurückgreifen und die traditionelle Zusammenarbeit zwischen Universitäten und anderen Kultureinrichtungen wieder beleben. Mit einem jährlichen Volumen von 8,8 Mio. EUR leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Wiederaufbau. Mit diesen Mitteln wird unter anderem die Wiedereinrichtung von drei Schulen - darunter der 1924 gegründeten Amani-Oberschule, die Durchführung von Sommerschulen für afghanische Hochschullehrer und die Wiederbelebung deutsch-afghanischer Hochschulkooperationen im universitären Bereich gefördert. Das Goethe-Institut ist ebenso wie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in Kabul vertreten. Das Goethe-Institut wird künftig auch in den Bereichen Spracharbeit, Buchübersetzungen, Bibliothekshilfe und Lehrerfortbildung voll tätig sein. Im Medienbereich ist vor allem die Deutsche Welle aktiv. Sie liefert täglich einen 10-Minuten-Nachrichtenblock in Dari und Paschtu an den afghanischen Staatssender, betreibt Ausbildung und leistet technische Hilfe.
Desweiteren natürlich auch Projekte des DAI (Deutsches Archäologisches Institut ... » mehr

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