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Informationen
über den Impfstatus für Afghanistan sollten über
das Tropenmedizinische Institut oder ihren Arzt eingeholt werden.
Grundsätzlich ist die medizinische Versorgung im Land mangelhaft
und viele Infektionskrankheiten wie z.B. Malaria (insbesondere in
der Zeit von Mai bis November, unterhalb 2.000m ü.d.M.) sind
weit verbreitet, aber auch andere Erkrankungen unbekannter Ursache
wurden gemeldet. Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr
für diverse Darminfektionen, daher sollte auf eine sorgfältige
Nahrungsmittel-/Trinkwasserauswahl geachtet werden. (erhöhtes
Cholera-Erkrankungsrisiko, insbesondere für die einheimische
Bevölkerung).
Sorgfältige Hygiene (Desinfektion) ist zur eigenen Sicherheit
sehr wichtig. Eine Choleraimpfung ist in der Regel nicht erforderlich,
ein Cholera-Impfnachweis kann jedoch von den Behörden verlangt
werden.
Pneumonie (Lungenentzündung), Masern und Durchfallerkrankungen
sind bei einheimischen Kindern unter 5 Jahren häufige Todesursachen.Der
weltweit größte Ausbruch der Leishmaniose tritt seit
dem vergangenen Jahr in Afghanistan auf, es wurden mittlerweile
weit über 270.000 Leishmaniose-Erkrankungsfälle gemeldet.
Bei den Erkrankungen handelt es sich im Wesentlichen um die sog.
Haut-Leishmaniose. Die Erkrankung wird durch die Sandfliege übertragen,
die ihre Hauptflugzeit in den Monaten Mai bis Oktober hat. Das Gemeine
an diesem Tierchen ist die max. Flughöhe von 40 cm, sie erwischt
einen also vorrangig an den meistens ungeschützten Knöcheln
beim abendlichen Sitzen im Freien!!! Es sollten also stets Mückenschutzmittel
(z.B. Autan) mitgeführt werden.Afghanistan gehört zu den
fünf Ländern, die von der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) als Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko für
Kinderlähmung (Polio) deklariert werden. Landesweit besteht
somit ein erhöhtes Infektionsrisiko für Polio. Es wird
empfohlen, nur mit einem gültigen Polio-Impfschutz einzureisen.
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