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Afghanistan
hat kein prägendes Staatsvolk. Auf einer Fläche, die etwa
der Frankreichs und halb Deutschlands entspricht, lebt eine Zusammensetzung
verschiedensprachiger und konkurrierender Völker und Stämme,
deren Siedlungsgebiet vielfach durch die heutige (nachkoloniale)
Grenzziehung zerschnitten wurde. Einigendes Band ist allenfalls
eine Invasion von außen (wie von 1979 bis 1989 durch die UdSSR),
was aber die einzelnen Volksgruppen (zuletzt die Mujaheddin) nicht
hinderte, ein "eigenständiges Süpplein" zu brauen
und sich gegenüber den anderen Völkern möglichst
viele Vorteile zu sichern.
Die Einwohnerzahl von Afghanistan, die durch die momentane Lage
schwer zu erfassen ist, liegt zur Zeit bei 20,5 Millionen. Die Bevölkerung
Afghanistans besteht aus einer ethnischen Zusammensetzung. Es gibt
mindestens 32 ethnische Gruppen. Die wichtigsten Gruppen bilden
folgende:
- die Paschtunen mit 40%
- die Tadschiken mit 25%
- die mongolische Hazara mit
15%
- die Usbeken mit 5%
Der
übrige Teil der Bevölkerung besteht aus Kafiren, Belutschen,
Turkmenen, Aimak, Kirgisen und Nomaden, die 12% der Bevölkerung
ausmachen.
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