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19.Jahrhundert
(brit.-afgh. Kriege)
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König Ahmed Schah Durranis Nachfolger
bildeten drei weitere Herrscher- persönlichkeiten aus verschiedenen
Stämmen: Dost Mohammad (1836-1839), Sher Ali (1863-1866, 1869-1879)
und Abdur Rahman (1880-1901). Sie sollten das moderne Afghanistan
weiter fortentwickeln während Russland und England im "great
time" um Asien pokerten. Jedoch scheiterten sie oft daran,
so dass dynastische Intrigen und Palastrevolten zur Schwächung
der Zentralgewalt führten. Bis 1880 bildeten große Teile
Afghanistans unabhängige Siedlungsgebiete. Grund dafür
waren ebenso die drei britisch-afghanischen Kriege. Durch Großbritannien
in Nordwestindien und Russland geriet Afghanistan im 19. Jahrhundert
in das weltpolitische Spannungsfeld. Zweimal drangen die Briten
mit ihrer indischen Armee nach Afghanistan ein: 1838-1842 und 1878-1881.
Beide Male aber vermochten die Briten weder nach Herat noch bis
Turkistan vorzustoßen und beide Male erlitten sie empfindliche
Niederlagen. Auf dem Höhepunkt der europäischen Imperialisierung
wurde Afghanistan nach zwei Kriegen gegen Großbritannien zum
Pufferstaat zwischen Russland und Britisch-Indien. Nach dem Friedensvertrag
von 1879 wurde Afghanistan eine britische Halbkolonie. Die afghanische
Außenpolitik wurde von England gesteuert. Im Innern blieb
Afghanistan weitgehend fremd aber er wurde durch die britische Vormundschaft
stärker in seiner Entwicklung gehemmt als die Vollkolonie Indien.
Beziehungen des Emirats zu anderen Staaten wurden unterbunden und
somit hielt England Afghanistan in seine Rückständigkeit
fest. Erst durch den dritten britisch-afghanischen Krieg von 1919
errang Afghanistan unter König Amanullah Khan seine volle Unabhängigkeit.
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