ägyptenlogoalgerienlogoafgahnistanlogosaudiarabiabanner   Araber 
Geschichte www.wuestenfuchs.com
spacer
     pfeilweissLANDESKUNDE
     pfeilschwarzDt.-Afg. Beziehungen
     pfeilschwarzDtsch. Vertretungen
     pfeilschwarzHerat u. Umgebung
     pfeilschwarzGrenzen
     pfeilschwarzRauschgift
     pfeilschwarzKartenmaterial
     pfeilschwarzReiseberichte
     pfeilschwarzNews
     pfeilschwarzGesundheitsrisiken
     pfeilschwarzSicherheitshinweise
     pfeilschwarzLinks
spacer
Geschichte
20.Jhdt
           menuepfeilgrau Übersicht
           menuepfeilgrau Früzeit
           menuepfeilgrau 19. Jhdt.
           menuepfeilweiss 20. Jhdt.
                  Afg.-Sow. Krieg
                 • Talibanregime
           menuepfeilgrau Neuzeit
           menuepfeilgrau Regenten
spacer

       pfeilgoldAllgemein
       pfeilgoldFauna & Flora

       pfeilgoldGeographie
       pfeilgoldBevölkerung
       pfeilgoldGesellschaft
           und Kultur
       pfeilgoldKlima
       pfeilgoldReligion
       pfeilgoldVerkehr/Transport
       pfeilgoldWirtschaft

       pfeilgoldQuellen

spacer
20.Jahrhundert » Afgh.-Sowj. Krieg

Afghanistan unterhielt besonders enge Beziehungen zur Sowjetunion, zum Deutschen Reich und zur kemalistischen Türkei. Amanullah Khan verfolgte als erster afghanischer Herrscher eine entschiedene Politik zur Modernisierung Afghanistans. Eine von ihm gegründete Verfassung garantierte die Gleichheit der Völker und Religionen in Afghanistan. In ihr waren wichtige Gesetze wie die Abschaffung der Sklaverei, die Freiheit der Persönlichkeit, die Unantastbarkeit des Besitzes, das Briefgeheimnis, das Zivil - und Strafgesetzbuch, das Militärstrafrecht verankert als auch Gesetze zur Förderung der Industrialisierung und verschiedene Verwaltungsreformen. Es wurde durch Justizreformen ebenso der Versuch unternommen, den Einfluss der Geistlichkeit auszuschalten und die Stammesaristokratie durch Staatsbeamte zu beenden. Doch aufgrund seiner überstürzten und ohne ausreichende psychologisch organisierte und finanzielle Reformen und Grundlagen wurde er durch einen Aufstand traditionalistischer und reaktionärer Kräfte unter Führung des Tadschiken Bacha-i-Saqab gestürzt und musste 1929 Afghanistan verlassen. König Amanullah Khans Reformen benachteiligten die Landbevölkerung durch Gesetze der Landbesteuerung (1921), Viehbesteuerung (1923), Ordnung über Verkauf von Staatsland (1923) und durch Enteignung der Bauern (1923). Nach einem kurzen anarchischen Schreckensregiment konnte Mohammad Nadir Schah (1923-1933) mit britischer Hilfe den afghanischen Thron zurückgewinnen. Er verfolgte eine vorsichtige Modernisierungspolitik, die unter seinem Sohn, dem letzen afghanischen König Mohammad Zahir Schah von 1933-1973 fortgeführt wurde, als er von einem Studenten ermordet wird. Während dieser Zeit entsteht 1947 aus indischen und afghanischen Gebieten der Staat Pakistan. Mohammad Zahir Schah führte weitere Modernisierungsprogramme ein wie die Verbesserung der Infrastruktur und neuer Verkehrswege. Nach Jahrhundertlanger Stagnation erhielt die Stadtentwicklung neue Impulse, so dass weitere neue Städte gegründet werden konnten. Industrie - und Außenhandelsgesellschaften weiteten sich aus und Industriebetriebe wurden entwickelt. Afghanische Frauen schrieben sich erstmals in die Universitäten ein und begannen in die Belegschaft der Regierung einzusteigen. 1959 führte Zahir Schah erstmals ein Gesetz zur Aufhebung des Schleierzwanges ein. Am 1.10.1964 erhielt Afghanistan eine relativ moderne Verfassung. Die neue Verfassung von 1964 ist eines der bedeutendsten Dokumente in der Geschichte Afghanistans der letzten Jahrzehnte. Sie bereitete den Weg zur Umwandlung der afghanischen Gesellschaft von der traditionell-feudalistischen zu einer modernen demokratischen Partei im Untergrund. Das Helmand-Projekt, das zur militärischen Ausrüstung zur Modernisierung der afghanischen Armee diente und zu dessen Durchführung die afghanische Regierung auf US-amerikanische Finanzhilfe angewiesen war, lehnten die USA ab. Dadurch gewährte die Sowjetunion 1955 einen 100 Mio. Dollar-Kredit an Afghanistan und sicherte sich damit den ersten Platz unter den Entwicklungshilfegebern und Außenhandelspartner Afghanistans. Die USA antworteten als Herausforderung mit einer massiven Entwicklungshilfe. Bis 1978 verfolgte Afghanistan eine Politik der Blockfreiheit und nahm die Hilfe beider Großmächte an. Die afghanische Armee erhielt militärische Ausrüstung und Instruktionen aus der Sowjetunion. Viele afghanische Offiziere wurden in der Sowjetunion ausgebildet. Es waren vornehmlich prosowjetische Offiziere, die bei den Umstürzen 1973 und 1978 entscheidende Rollen gespielt haben. Die Beziehungen zur Sowjetunion wurden immer enger. Viele Aufgabenbereiche lagen unter der Kontrolle sowjetischer Berater u.a. die Exploration der Erdöl, - Erdgas, - und Erzlagerstätten, Wirtschaftsplanung, Städtebau und Stadtplanung. Währendessen gestaltete sich das Verhältnis zu Pakistan wegen der Paschtunistan-Frage feindselig und gespannt. Als Paschtunistan bezeichnet man das von den Paschtunen bewohnte Gebiet östlich von Afghanistan, das letztendlich von Afghanistan beansprucht wurde. Die Engländer legten 1813 die Durand-Linie als afghanische Ostgrenze fest und trennten damit die 1879 annektierten Landesteile (Kurram, Pishin, Sibi, Kyber-Paß) endgültig ab. Pakistan wurde bei der Paschtunistan-Frage von den USA unterstützt. 1950, 1955 und 1961-1963 kam es zu den Höhepunkten des Konfliktes, das zur Schließung der Grenze für den Transitwarenverkehr führte. Die wirtschaftliche Entwicklung Afghanistans wurde damit schwer beeinträchtigt, da Afghanistan einen Großteil seines Außenhandels via Pakistan abwickelte. Die Sowjetunion half durch ein Transitabkommen von der Nordgrenze nach Herat und Kandahar nach Kabul aber die innenpolitische Krise und die wirtschaftliche Lage blieb ungelöst.
Während 1973 der afghanische König Zahir Schah in Europa weilte, wurde er und damit die Monarchie am 17. Juli desselben Jahres durch Mohammad Daud, seinem Vetter und früheren Ministerpräsidenten der afghanischen kommunistischen Partei, infolge eines Staatsstreiches gestürzt und die Republik Afghanistan ausgerufen. Er machte sich zum afghanischen Präsidenten und regierte diktatorisch. Daud präsentierte eine neue Verfassung und bestätigte die Frauenrechte, so dass erste Emanzipations- gedanken aufkamen. Doch das autokratisch-diktatorische Regime vermochte trotz einzelner ökonomischer Erfolge die Probleme des Landes nicht zu lösen. Am 27.4.1978 kam es zu einem blutigen Putsch kommunistisch-linksgerichteter Offiziere mit Eliteeinheiten der Armee; sie führten die Ermordung Dauds durch. Zum Teil waren diese Offiziere dieselben Militärs, die Daud anfangs zur Macht verholfen hatten. Die "Demokratische Volkspartei" unter der Führung M.N. Taraki kam an die Macht. Babrak Karmal, Gründer der kommunistischen Partei wird stellvertretender Premierminister. Die neue Regierung versuchte die traditionalistische Gesellschaftsstruktur radikal umzugestalten. Im selben Jahr unterzeichnet Taraki einen Freundschaftsvertrag mit der Sowjetunion. Mit Unterstützung der sowjetischen Armee gelang es ihm und seiner linksgerichteten kommunistischen Partei, neue Aufstände im Land zu unterdrücken. Im Juni 1978 wird erstmals die Guerilla-Bewegung der islamisch-traditionalistisch orientierten Mujaheddin geboren. Sie leisteten als einzige Widerstand gegen die kommunistische Regierung. Infolge der Aufstände innerhalb des Landes kam es 1979 zu Massenermordungen und Folterungen an Gegner des Regimes und Geistliche. Taraki wird durch undurchsichtige Machtkämpfe umgebracht und mit Hilfe eines sowjetischen Sonderkommandos durch den weiteren Mord an den nachfolgenden Präsidenten Amin von Babrak Karmal ersetzt. Im Dezember 1979 marschierte unter Führung Karmal das sowjetische Militär offiziell auf der Grundlage des am 5.12.1978 geschlossenen sowjetisch-afghanischen Beistandsabkommens endgültig in Afghanistan ein. Die Widerstandsbewegung der Mujaheddin blieb gegen das kommunistische Regime und die Besatzungsmacht aktiv und gewann durch pakistanische und US-amerikanische Unterstützung an militärische Stärke. Karmal schaffte es nicht, die Mujaheddin zu zerschlagen und wurde infolgedessen durch den in Sowjetunion lebenden früheren Leiter des Geheimdienstes, Najibullah, abgelöst. Er führte 1987 eine neue Verfassung ein mit der wiederholten Bezeichnung "Republik Afghanistan". Die sowjetische Besetzung Afghanistans brachte eine Verschärfung der weltpolitischen Lage mit sich. Nachbarstaaten wie Iran und Pakistan riefen tiefe Beunruhigungen aus. Die Guerilla- Bewegung der Mujaheddin verstärkte ihren Widerstand ausgehend aus dem zentralasiatischen Hindukush und dem Bergland an der pakistanischen Grenze weiter fort. 1988 verlor die sowjetische Besatzungsmacht den Krieg gegen die Mujaheddin in Afghanistan. Im selben Jahr wurde am 14.4. das Genfer Abkommen zwischen Sowjetunion, USA, Afghanistan und Pakistan unterzeichnet. Es beinhaltete u.a. die Nichteinmischung und den totalen Rückzug des sowjetischen Militärs aus Afghanistan. Die Widerstandsgruppe der Mujaheddin war an diesem Abkommen nicht beteiligt, was zu Rivalitäten und blutigen Auseinandersetzungen innerhalb der Mujaheddin um die Macht des Landes führte. Sie zersplitterten in zahlreiche Gruppen unterschiedlicher politischer Richtungen und Stammeszugehörigkeiten und ein neuer Bürgerkrieg innerhalb der sich rivalisierenden Gruppen entfachte. Diese Aufteilung zeigt die Neigung zum Partikularismus, die in Zeiten schwacher Zentralmacht eine unheilvolle Rolle in der afghanischen Geschichte gespielt haben könnte aber per se nicht sein muss. Die neue kurzzeitig Regierung wurde massiv von der Sowjetunion unterstützt, während die verschiedenen Gruppen der Mujaheddin, deren Führer zumeist in Pakistan sitzen, Unterstützung von Pakistan, USA, Saudi-Arabien und anderen Staaten bekamen. Am 15.4.1992 gelang es der Mujaheddin, die afghanische Hauptstadt Kabul einzunehmen. Sie gründeten einen Islamischen Staat und wählten Rabbani (Tadschike), den Führer der jami`at-e islami (Islamische Gemeinschaft) zumneuen Staatspräsidenten. Durch die kriegerischen Wirren wurden seit 1979 Entwicklungsprojekte eingestellt, Infrastruktureinrichtungen und zahlreiche Dörfer vernichtet, wichtige Städte wie Herat, Kandahar und Kabul zerstört und ganze Landstriche verödeten, weil Bewohner ins Ausland oder in die Hauptstadt geflohen sind. Über eine Millionen Menschen sind während des sowjetisch-afghanischen Krieges durch Kämpfe und politischen Verfolgungen umgekommen. Die Wirtschaft hat durch Zerstörungen, Unterbrechungen der Transportwege und Ausfall der Arbeitskräfte einen Produktionsrückgang erlitten. In allen erdenklichen Zeiten haben Nachbarstaaten oder andere Länder wie Großbritannien versucht, Afghanistan für sich zu beanspruchen.

spacer
pfeilloHome
pfeilloKontakt
pfeilloGästebuch
pfeilloWebmaster
pfeilloDisclaimer
pfeilloLibanon
spacer
1 & 1 Shop
eins und eins shop
superguenstige
Angebote
DSL, Internet,
Handys, uvm.
spacer
Information amazon amazon