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Neuzeit
(Afghanistan Konferenz)
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Im Dezember 2001 kommt es in der Bundesrepublik
Deutschland (Bonn) zur Afghanistan-Konferenz. Es wird eine Interimsregierung
gebildet und ein neuer Regierungschef kommt an die Macht: Der Paschtunenführer
Hamid Karzai. Bei dieser Versammlung wird ein Kabinett aus 29 Mitgliedern
aus verschiedenen ethnischen Gruppen gebildet. Es wurde beschlossen,
dass nach 6 Monaten die Loja Dschirga, eine traditionelle Ratsversammlung
stattfinden soll, die demokratische Wahlen vorbereitet. Der neue
Regierungschef übernimmt die Amtsgeschäfte des bisherigen
Präsidenten und Chef der Nordallianz, Rabbani. Junus Kanuni
wird neuer Innenminister, Abdullah Abdullah der neue Außenminister
und als Verteidigungsminister wird der Tadschike M. Fahim gewählt.
Karzai genießt die Anerkennung vieler Gemeindeältester
der Paschtunen. Außerdem ist der neue Regierungschef mit keiner
großen Zahl von ethnischen und sozialen Gruppen in Afghanistan
verfeindet. Ebenso finden sich seine Anhänger bei dem im römischen
Exil lebenden ehemaligen König Zahir Schah. Von 1992-1994 war
Hamid Karzai stellvertretender Außenminister der Nordallianz.
Er gilt als ein gemäßigter islamisch und westlich beeinflusster
Politiker. Seine politische Denkweise verfolgt eine Mischung aus
Modernität und Traditionsbewusstsein. Seine Vorfahren hatten
eine lange Tradition in der öffentlichen Verwaltung. Sein Großvater
war Präsident des Nationalrates unter der königlichen
Herrschaft Zahir Schahs und sein Vater war Senator während
der Monarchie. Die wichtigsten Ziele der neuen Übergangsregierung
ist die Meinungsfreiheit, die Reformierung des Bildungswesens, freie
Wahlen und die Eigenständigkeit.
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