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Durch
das Atlasgebirge wird das Land in zwei völlig unterschiedliche Klimaregionen
zerschnitten. Die Gebirgskette ist Teil des West-Massivs in Nordafrika,
das beim Aufeinanderprall der europäischen und der afrikanischen
Kontinentalplatte entstanden ist. Die Küstenregion nördlich des
Atlasgebirges heißt Tell. Deren Westhälfte, bestehend aus Tälern
und Ebenen, ist relativ trocken, aber doch fruchtbar. Östlich von
Algier, im Umkreis der Städte Constantine und Annaba, wird das Land
hügelig und geht bald in Gebirge über, dessen Flussläufe diesen
Landstrich zum fruchtbarsten von Algerien machen. Im Norden herrscht
gemäßigtes Mittelmeerklima. Südlich des Atlas-Gebirges erstreckt
sich die Sahara mit ihrem heißen Wüstenklima und bedeckt etwa vier
Fünftel des algerischen Territoriums. Sie ist das größte Wüstengebiet
der Erde und fast so groß wie Europa. Die Sand- und Steinwüste ist
durchsetzt mit flachen Felsformationen. Abgesehen von den Flüssen
am Nordrand und wenigen, weit gestreuten Oasen weiter südlich hat
das riesige Gebiet kaum natürliche Wasservorkommen und manche Gegenden
bleiben viele Jahre lang ohne Regen. Insgesamt ist nur ein Dreißigstel
des Landes bewässert und landwirtschaftlich genutzt. Eichenwälder
und subtropische Gehölze sind fast ausschließlich auf Gebirgslagen
beschränkt. Viele Bestände, besonders die Korkeichenwälder, sind
dem Raubbau zum Opfer gefallen, doch haben Aufforstungsprogramme
etwas Abhilfe geschaffen. Das Freiland ist meistens mit Gesträuch
bewachsen, während auf den trockenen Hochebenen in Gebirgsnähe eine
typische Steppenvegetation mit Gras und Wermutgewächsen vorherrscht.
Zum Wildbestand des Gebietes zählen Wildschweine und Gazellen; vom
Aussterben bedroht sind Leoparden und Geparden. In den Wüstenregionen
gibt es eine hochspezialisierte Vegetation, die nur nach den seltenen
Regenfällen kurz auflebt. Neben Kleinreptilien und Insekten leben
in der Sahara auch einige Säuger wie Wüstenspringmaus und Wüstenhase.
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