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Am
31. Januar 1999 in aller Frühe, flogen wir zu viert im dichten Schneetreiben
von Algier nach Tamanrasset. Dort mieteten wir uns ein Geländewagen
mit Chauffeur und Koch für die folgenden drei Tage. Wir handelten
einen Preis (für alle, mit allem drum und dran) von 1000 DM aus.
Mit kleinen Abweichungen
und da wir nur 3 Tage zur Verfügung hatten, entschlossen wir uns
für die Assekrem - oder Hoggar - Rundfahrt. Der Name "Hoggar"
(auch Ahaggar) bezieht sich auf eine riesige, ca. 300 000 qkm große
Region, die nicht nur das bekannte Gebirge, sondern auch weite Sand-
und Steinebenen und z.B. auch das Teffedest-Gebirge im Norden mit
einschließt. Das Gebiet um den Assekrem, welcher üblicherweise als
Hoggar bezeichnet wird, heißt eigentlich Atakor (arab. Koudia).
Der Hoggar ist das höchste Gebirge der Sahara. Seine größte Erhebung
bildet der Berg Tahat mit knapp 3000 m.
Gegen 12.00 Uhr fuhren wir in Tamanrasset los und erreichten gegen
16.00 Uhr den Assekrem- Gipfel (82 km). Unterhalb des Gipfels stehen
mehrere kleine Steinhäuser, wo wir auch übernachteten. Während unser
Fahrer und der Koch das Essen zubereiteten, machten wir uns auf,
den Gipfel (2726 m) zu "erklimmen" (der Aufstieg dauerte
ca. 1/2 Std.).
Oben auf dem Gipfel befindet sich die Kapelle des Pater Foucault
(Ein Patre des von Foucault gegründeten Mönchsordens der "Kleinen
Brüder" lebt hier oben und liest jeden Morgen die Messe). Oben
angekommen bot sich uns ein grandioses Schauspiel - die Berggipfel
wurden von der untergehenden Sonne in einem orangefarbenen Licht
eingetaucht - phantastisch!
Oben auf dem Gipfel war es bitter kalt, ebenso die Nacht in diesem
Steinhaus - gut, dass wir an die Schlafsäcke und an die langen Unterhosen
gedacht hatten!
An nächsten Morgen wollten wir uns den Sonnenaufgang auch nicht
entgehen lassen - trotz des wenigen Schlafes den wir hatten (gebibbert
vor Kälte, bis endlich die Müdigkeit den Sieg davon getragen hatte).
Ebenso wie der Sonnenuntergang war auch der Sonnenaufgang ein grandioses
Ereignis; oben trafen wir den Patre, der uns auch zu einem Tee einlud.
Nach dem Abstieg und Frühstück ging es weiter zu den Gueltas von
Afilal, wo wir gegen Mittag eintrafen. Die Gueltas sind natürliche
kleine Wasserbecken, die malerisch zwischen Felsen gelegen und von
Oleanderbüschen und Schilfgras gesäumt sind. Nach einer längeren
Rast und einem ausgedehnten Sonnenbad fuhren wir zu einem Tuaregdorf.
Diese Tuareg waren seßhaft, wohnen in Schilfhütten und sind
äußerst gastfreundlich - als Nachtquartier wurden uns die Hochzeitshütte
angeboten, die wir auch dankend annahmen. Abends saßen wir mit den
Tuareg um ein Lagerfeuer, tranken den "Wüstentee" (das
"Ritual" - man muß mindestens drei Tassen Tee
trinken; der Erste schmeckt so bitter wie das Leben, der Zweite
so süß wie die Liebe und der Dritte so mysteriös wie der Tod)
und hörten klassische Musik - das hat schon was!
Am nächsten Tag ging es wieder zurück durch die bizarre Steinwüste
nach Tamanrasset, vorbei an die Kulisse des Ilamane-Berges. Auch
sahen wir unterwegs noch Antilopen und Gazellen.
Ohne Pannen erreichten wir am frühen Abend wieder Tamanrasset und
waren auch rechtzeitig am Flughafen für unseren Rückflug nach Algier.
Hinweis:
Festes Schuhwerk
und artgerechte Kleidung sind unbedingt erforderlich! Daneben natürlich
auch an Sonnenschutzmittel denken
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