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Die
algerische Sahara ist eine Region, dessen Reize vorwiegend in der
Vielfalt seiner Landschaft zu suchen sind. Es kann im Gegensatz
zu den Nachbarländern Marokko, Tunesien, Libyen oder gar Ägypten
nicht mit imposanten Baudenkmälern berberischen, römischen oder
islamischen Ursprungs aufwarten; mit einer Ausnahme - die Felsbilder!
Durch die Entdeckung und Erforschung der Felszeichnungen in der
Sahara ist erwiesen, dass in den heute fast unbewohnten, ausgetrockneten
und lebensfeindlichen Gebieten vor wenigen tausend Jahren noch völlig
andere, bedeutend günstigere klimatische Verhältnisse geherrscht
haben müssen. Schon in der Mitte des 19. Jahrhundert hatten Forschungsreisende
von Felszeichnungen in der Sahara berichtet. Als führende Persönlichkeiten
in der Erforschung der Bilder im Tassili n'Ajjer und im Hoggar gilt
u.a. der Franzose Henri Lhote und der italienische Wissenschaftler
Prof. Fabrizio Mori. Letzterer hat dazu wesentlich beigetragen,
dass heute zumindest über einen Teil der Felsdarstellungen
genauere Altersangaben möglich sind. Seither weiß man, dass die
ältesten Felsbilder über 10000 Jahre alt sind.
Die über 15 000 Felsbilder auf dem Hochplateau sind zum großen Teil
erst in den 50-ziger Jahren des 20. Jahrhundert durch Lhote entdeckt
worden. Bilder und Gravuren geben einen atemberaubenden historischen
Blick auf den nordafrikanischen Lebensraum, dessen Pflanzen- und
Tierwelt sowie die Lebensweise der dort siedelnden Menschen.
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